Die Reise beginnt

Baruk ata adonai eloeinu er bakok
Hebräisches Gebet für eine Gute Reise
31. Mai 2012
7.00 Uhr

Endlich bin ich im Flieger und diese unglaubliche Erfahrung beginnt!
Gestern Abend habe ich einen Kebab mit Getränken organisiert um meine Abreise zu feiern und mich von ein paar Freunden zu verabschieden, welche auch verreisen werden und wir uns wer weiss wann wieder sehen werden. Natürlich wollte ich spätestens um 23 Uhr nach Hause, auch weil der letzte Bus um Mitternacht fährt. Alle diese guten Vorsätze wurden nutzlos, sobald Elio mir zugesichert hat, dass er mich mit dem Auto nach Hause bringen würde. Das Resultat: Ich kam wie üblich gegen 1.00 Uhr nachts nach Hause.
Die Reisenervosität liess mich kein Auge zumachen und ich wanderte in der Wohnung herum zwischen Bad und Küche auf der Suche nach etwas, das ich sicher noch vergessen hatte. NICHTS! Dann habe ich noch kurz den PC aufgestartet um ein letztes Mal email und Facebook zu kontrollieren. Nun versuchte ich zu schlafen aber tausend Gedanken hielten mich davon ab. Um 4.00 Uhr weckte mich mein Vater, ich tat so, als ob ich mich stretchen würde und stand sofort auf. Das Gesicht meines Vaters war wie wenn er Cameron Diaz in “The Mask” sehen würde, nur ist es jetzt darum, weil ich innerhalb von 5 Sekunden auf den Beinen war. Er piekte sich in den Arm um zu sehen ob er wach war und fragte mich ob er am träumen sei oder was? Er hatte ja recht denn normalerweise muss er mich mindestens 3 Mal rufen und manchmal auch härtere Methoden benützen, wie zum Beispiel ein Glas kaltes Wasser, um mich aus dem Bett zu bringen! Das ist dann ein albtraumhaftes Erwachen!!!
Ich gönne mir ein ausgedehntes Frühstück, wie wenn es Ostersonntag wäre: Melone, Milchkaffe (eine ganze Kanne für mich allein), Joghurt mit Flocken, ein schönes Stück Brot und Nutella! Eigentlich wollte ich eine Diät beginnen und um mich weniger schlecht zu fühlen bereitete ich mir darum einen Grapefruit-Saft zu anstelle von Orangensaft, letzterer hat nämlich mehr Kalorien!
Mindestens 10 Mal öffnete ich den Koffer um noch andere Bücher einzupacken: eines von einem meiner Freunde, Davide, und das andere über meinen Guru: Ricky Martin. Nun packe ich alles ins Auto und grüsse meine Geschwister, welche noch am schlafen sind, und eine starke Umarmung meiner Mutter. Sie flüstert dass ich ihr fehlen werde und daraufhin gebe ich ihr einen Kuss wie um ihr zu sagen, dass auch sie mir fehlen wird. Mein Vater begleitet mich zum Flughafen Ciampino und während der Autofahrt erzählt er mir, wie viele Kilowatt wir verbrauchen würden. Ich höre zu, innerlich war ich jedoch am fluchen und fragte mich, warum er wohl auf der Autobahn 80 km/h fahren würde wenn doch niemand auf der Strasse war. Teilweise bremste er sogar noch, es schien als ob er bei 100 km/h Punkte verlieren würde. Ich brauchte viel Geduld!
Um 6.00 Uhr erreichen wir den Flughafen und ich hatte genau 10 Minuten Zeit bevor das Check-In schloss. Ich umarmte stark meinen Vater und ein Polizist wollte uns klar machen, dass wir genau in einer Kurve parkiert hätten. Mein Vater versuchte die Sache zu klären, aber ich ignoriere alles, nehme mein Gepäck und gehe im Stil von Bridget Jones zum Check-In. Selbstverständlich hat es bei Ryanair eine unendliche Kolonne, so musste ich alle bitten, mich vorzulassen, da ich die Minuten gezählt hätte. Ich kam beim Schalter an und schaute auf die Uhr: 6.09 Uhr! Eine Minute noch und ich hätte den Flieger verpasst!
Die Hostess teilte mir mit, dass ich 2 Kilo zu viel hätte. So öffnete ich den Koffer und nahm die Bücher raus: 1 Kilo weniger, passt!
Ich passe den Security zusammen mit Passagieren nach Paris Beauvais welche den Flug 10 Minuten vor mir haben. Als ich rennend beim Gate ankam hörte ich bereits meinen Namen ausrufen. Während ich in das Flugzeug einstieg, verhielt ich mich ganz wie ein Gentleman, sogar gegenüber Männern, um Zeit zu gewinnen um noch schnell das letzte und nötige SMS an meine Freunde zu senden, mit der Mitteilung, wir sollen uns dann per email und Skype hören (trotz den Problemen, welche ich seit kurzem mit Skype habe und ich diesen in Stockholm neu installieren werde).
Als braver Passagier schaltete ich mein Handy aus sobald die Hostess das Ticket kontrollierte. Eigentlich wollte ich dann während des 3-stündigen Fluges etwas nachschlafen, aber wie wir alle wissen, ist das bei Ryanair praktisch nicht möglich. Zuerst die Bestellung der warmen Sandwiches, dann Getränkeservice, dann Duty-Free, dann die Lotterie, dann der zweite Getränkeservice und dann noch der dritte Getränkeservice. Ich wette mit allen, dass hier ein schlafen unmöglich ist!
Und trotz dieser vielen Störungen bin ich hier und schreibe hier die letzten Zeilen bevor ich meine Füsse auf norwegischen Boden stelle, WIR LANDEN!

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