Erste Nacht in Oslo, indisches Takeaway und um 9 ins Bett

soledimezzanotte-298x300Um 17 Uhr bin ich mit Erik vor der Tigerstatue am Hauptbahnhof verabredet. Ich habe ihn auch durch Couchsurfing kennengelernt und er hat mir einen Platz zum Schlafen angeboten. Ich winke damit er mich sieht. Erik ist ein typischer Skandinavier. Blase haut, ein Hauch von Bart, fast unsichtbar, weil er fast so blond wie ein Albino ist. Er ist

gross gewachsen und schlank, mit einem Bierbauch. Im Bahnhof gibt es ein indisches Takeaway. Dort bestellen wir das Tagesessen, Kurkuma-Hühnchen mit Sauce Reis und Salat.

Ich nehme meinen Koffer. Wir gehen durch eine Baustelle und einen Friedhof. Ich werde langsam müde. Trotzdem versuche ich weiter Konversation zu betreiben während wir über Wohnungskosten sprechen. Aber eigentlich möchte ich nur noch schlafen. Bei ihm zu Hause werden wir von Seiner Katze begrüsst. Erik fragt mich, ob ich eine Allergie oder Angst vor Katzen habe. Ich sage nein und streichle die Katze. Wir essen unser Abendessen während wir auf seiner Couch sitzen und die Simpsons im Original mit norwegischen Untertiteln ansehen. Nach dem Essen bemerkt Erik wie Müde ich bin und fragt mich, ob ich Schlafen gehen möchte. Die Uhr sagt mir, dass es 21 Uhr ist. Die Sonne ist zwar noch nicht untergegangen, aber ich bin erschöpft. Ich wünsche ihm eine gute Nacht und wir beschliessen, dass wir um 8 Uhr aufstehen.

Erik muss um 9 Uhr bei der Arbeit sein. Beim Kaffeetrinken frage ich ihn nach seiner Arbeit. Er hatte es gestern auf dem Heimweg erzählt, aber ich hab’s wegen meiner Müdigkeit verpasst. Er sagt, dass er Kindergärtner ist. Daher frage ich ihn, ob er auch gestern mit seinen Kindern am Palast war. Er war leider im Botanischen Garten. Eine tolle Idee. Als ich im Kindergarten war blieben wir immer im drinnen, keine Ausnahme. Ich frage ihn, ob ich meine meine Sachen bei ihm lassen kann. Ich würde sie am Nachmittag abholen. Das ist kein Problem für ihn. Er arbeitet bis 16 Uhr. Also können wir uns um 16:30 Uhr treffen.

Ich warte draussen, es ist kalt. Um mich aufzuwärmen gehe ich in den Bahnhof, wo ich schreibe!

Translated by Wolfgang Hofmann